UA-66499940-1
mm-2

Bauträgerrecht

Das Bauträgerrecht ist in der Praxis ein wichtiges Rechtsgebiet. Es besitzt eine große wirtschaftliche Bedeutung. Nach wie vor wird ein großer Teil der Baumaßnahmen in Deutschland von Bauträgern durchgeführt. Die dabei entstehenden Rechtsbeziehungen beschränken sich nicht nur auf das Verhältnis zwischen Bauträger und Käufer, sondern umfassen auch diejenigen zwischen Bauunternehmungen, finanzierenden Banken und Immobilienmaklern.

Bauträgervertrag

Ein Vertrag ganz besonderer Art ist der Bauträgervertrag. Abgeschlossen wird er in der Regel zwischen einem Bauträger und zukünftigen Wohnungseigentümern.

Im Grunde genommen ist es so, dass die zukünftigen Wohnungseigentümer eine Eigentumswohnung kaufen, die es noch gar nicht gibt. Im Unterschied zu einem normalen Bauvertrag – beispielsweise bei einem Eigenheim – bestimmt hier weniger der Käufer, was gebaut wird, sondern er findet bereits ein im wesentlichen fertig geplantes Objekt vor, in welchem er eine der entstehenden Wohnungen erwirbt.

Die daraus resultierenden Rechtsprobleme liegen auf der Hand. Anders als bei einem normalen Kaufvertrag, kann man das zu erwerbende Objekt sich nicht anschauen. Anders als bei einem normalen Werkvertrag hat man aber auch keinen sehr großen Einfluss auf die Ausführungsart.

Um hier dennoch den Interessen aller Beteilgten gerecht zu werden – des Erwerbers, der späteren Miteigentümer und des Bauträgers – gibt es verschiedene anerkannte Möglichkeiten der Einflussnahme, um Sonderwünsche in einem hinnehmbaren Rahmen zu ermöglichen.

Rechtliche Probleme können dann aber natürlich auch im Anschluss an die Fertigstellung und Übergabe auftreten, wenn entweder über angebliche Abweichungen der Ausführung von der zugesagten Planung oder über die Realisierung von Sonderwünschen Uneinigkeit besteht.

ulm-197323_640