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Maklerrecht

Das Maklerrecht wird im Bürgerlichen Gesetzbuch nur in vier Paragraphen geregelt, umso mehr kommt es auf die gefestigte Rechtsprechung der obersten Gerichte an, wenn es um die Bereinigung der entstandenen Konflikte geht.
Probleme im Maklerrecht können im Rahmen der Vermittlung von Mietswohnungen, Immobilien, aber auch bei der Vermittlung von Finanzdienstleistungen, Versicherungen oder gar von Lebenspartnern auftreten.

Der Immobilienmakler

Oft kommt es zu Konflikten, wenn zwischen den Parteien nicht genau vereinbart wird, wer in wessen Auftrag und wofür tätig wird. Sowohl Verkäufer als auch potentieller Käufer einer Immobilie zum Beispiel kontaktieren einen Makler, und dieser verlangt später seine Provision. Nur wer soll sie zahlen? Gerade nach Einführung des so genannten Bestellerprinzips im Jahre 2015 ist bei der vertraglichen Gestaltung genau darauf zu achten, dass die vermeintlichen Ansprüche gegen den vermeintlichen Vertragspartner auch durchsetzbar sind.

Maklerrecht und Onlineverträge

Ein ganz großer Teil der Maklerverträge wird virtuell im Internet abgeschlossen. Hier ist auf eine ordnungsgemäße und transparente Formulierung einschließlich der einzubeziehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zu achten, ebenso wie auf eine ordnungsgemäße Belehrung über das gesetzlich zustehende Widerrufsrecht.

Der Versicherungsmakler

Ähnliche Probleme entstehen auch im Rahmen der Vermittlung von Finanzdienstleistungen und Versicherungen.
Gerade die Branche der Versicherungsmakler stellt nochmals einen ganz eigenen Typus des Maklers dar. Auch hier bestehen in der Regel Vertragsbeziehungen zu beiden Seiten, einerseits zum Kunden, dem eine optimale Absicherung seiner Risiken angeboten werden soll, andererseits zu den Versicherungsunternehmen, mit denen die entsprechenden Provisionen vereinbart und abgerechnet werden. Streng zu trennen sind die Versicherungsmakler von den Versicherungsvertretern, die gleich einem Handelsvertreter im „Lager“ (auf der Seite) des Versicherers stehen und in der Regel nur von einem einzigen Versicherer beauftragt sind. Auf Letztere findet das Handelsvertreterrecht nach dem HGB Anwendung.

Laden Sie sich hier unsere Infobroschüre „Maklerrecht“ herrunter:

Maklerrecht

 

 

 

 

 

 

 

 

Doppeltätigkeit Besonders schwierig wird die Rechtslage, wenn der Makler sowohl für den Veräußerer, als auch für den Kaufinteressenten tätig wird. Zwar ist dies nicht grundsätzlich verboten. Aufgrund der dann auftretenden Interessenkonflikte muss der Makler dies jedoch stets eindeutig beiden Parteien offenbaren. Auch bzgl. der Provision muss dann auf exakte Vereinbarungen und auf eine schriftliche Fixierung geachtet werden. Makler- und Bauträgerverordnung Die „MaBV“ regelt bestimmte Pflichten des Maklers wie Anzeigepflichten gegenüber Behörden und Buchführungspflichten. Die Verordnung dient dem Verbraucherschutz. Verstöße können als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden, haben aber in der Regel keinen Einfluss auf die konkreten Vertragsverhältniss